Bundestagsabgeordneter
für den Mühlenkreis Minden-Lübbecke
Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
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AKTUELLES
 
28.08.2013
Sommerbad Minden: ein Vorbild nicht nur in Sachen Vereins-, sondern auch für Bürgerarbeit


Die Parlamentarischen Staatssekretäre Dr. Ralf Brauksiepe und Steffen Kampeter sind überzeugt

Minden: Es war die Riesenchance für Thomas Salefski, Peter Dembski, Dorina Potraz und Robert Laroche, als sie im vergangenen Jahr als Bürgerarbeiter im Sommerbad Minden anfangen konnten. Nun ist Halbzeit und der Punkt für eine erste große Zwischenbilanz. Ihre Erfahrungen und Berichte interessierten die Parlamentarischen Staatssekretäre Steffen Kampeter und Dr. Ralf Brauksiepe.

Anschließend lobte Brauksiepe, Parl. Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, das Sommerbad als ein Vorzeigebeispiel für Bürgerarbeit: „Hier kann man genau das erleben, wofür dieses Förderinstrument gemacht ist.“  Arbeitslosigkeit sei weder Schicksal noch Zukunft  - und die Bürgerarbeit ist für Menschen mit zunächst geringeren Chancen auf Beschäftigung eine wesentliche Brücke zum ersten Arbeitsmarkt.

Von der Bürgerarbeit aber haben alle Seiten profitiert. „Das ist eine klassische Win-Win-Situation,“ wie die Vorsitzende des Fördervereins Sommerbad, Kathrin Kosiek, den beiden Staatssekretären auf ihrem Rundgang durch das Sommerbad bestätigte. „Dank unserer Bürgerarbeiter hat sich in den vergangenen zwei Jahren hier viel verändert“, berichtete sie: „Ohne die vier hätten wir die angestandenen Arbeiten am Bad nicht schultern können.“ Eingesetzt wurden die Bürgerarbeiter in den Bereichen ‚Sport und Spiel‘ zur Betreuung  von Kindern während der Schwimmkurse,  sowie als zweites ‚Verschönerung des Bades‘. In diesen Aufgabenbereich fiel unter anderem das Anlegen und Pflege des Fußparcours, die Umgestaltung der Gastronomie und die freundliche Gestaltung der Wärmehalle.

Der gebürtige Mindener und Finanzstaatssekretär Kampeter wies auf die 100-jährige Historie des Traditionsbads an der Weser hin, das aufgrund leerer Kassen im 1999 den Betrieb einstellen musste. Die Wiedereröffnung gelang mit couragiertem Einsatz vieler freiwilliger Helfer, durch Förderer und beständigem ehrenamtlichen Engagement. „Hier beweist sich, was alles machbar ist, wenn es Leute gibt, die mehr als nur ihre Pflicht tun“, unterstrich Kampeter. Sein Kollege Brauksiepe versicherte, auch in Zukunft werde es Angebote der öffentlich geförderten Beschäftigung zum gegenseitigen Profit geben. „Wir werden auch weiterhin Arbeit finanzieren, nicht Arbeitslosigkeit.“

Mit Blick in die Zukunft, verriet Kosiek: „Unser Ziel ist ein inklusives – ein behinderten gerechtes – Schwimmbad.“ Die Unterstützung ist ihr sicher.  Auch durch die treuen Vereinsmitglieder. Gegenwärtig zählt der Förderverein über 900 Mitglieder. „Wir arbeiten an der 1.000.“ Doch schon jetzt zählt der Verein zu den Top-Drei der städtischen Sportvereine, betonte Steffen Kampeter, der selbst Vorsitzender von Eintracht Minden ist.