Berlin: Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Gebäude, das das Bundesministerium der Finanzen
heute beherbergt, Schauplatz zentraler Ereignisse. Im Großen Saal wurde hier die der DDR gegründet. Anschließend war es als "Haus der Ministerien" die politische Schaltzentrale des SED-Regimes und wurde einer der Zielorte des Aufstandes vom 17. Juni 1953. Nach der Wiedervereinigung diente das Detlev-Rohwedder-Haus als Sitz der Treuhandanstalt.
Etwas von dieser Zeit und ihrer Atmosphäre sollte der zweite Teil der Reihe
Musik.Zeit.Geschehen zum Vorschein bringen. Gemeint ist damit, die Geschichte des Hauses vor allem
auch in der Sprache der Musik erzählen, erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Steffen Kampeter, zur Einführung in die Veranstaltung. Unter dem Titel
Auf der Mauer, auf der Lauer - Klassik und Jazz in der DDR" wurde anschließend im ganzen Haus musiziert, diskutiert und begeistert zugehört: so unter anderem dem RIAS Kammerchor und dem Sonar Quartett. Friedrich Schenker und
Prof. Frank Schneider vermochten, die "klassische" neue Musik den zahlreich erschienenen Gästen näher zu bringen. In die Welt des Jazz nahmen sie dann die Legenden Günter "Baby" Sommer und Ulrich Gumpert mit. Wie und was "Zwischenraumbespielung" zum Klingen bringt, zeigte die Uraufführung von Helmut Zapf in den Paternoster-Aufzügen des Hauses.
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Der dritte und letzte Veranstaltungsteil von Musik.Zeit.Geschehen findet am 17. Juni 2012 - dem Tag der Musik - statt. Der Abend wird sich der Gegenwart und Zukunft des Detlev-Rohwedder-Haus sowie das Musikleben in Berlin widmen. Mit der ersten Veranstaltung "Zwischen Verbot, Vorsicht und Vergnügen - 1933 bis 1945" entsteht so eine Trilogie, die im Zusammenspiel aus Musik, Architektur, Politik und Kultur die facettenreichen Geschichte des Gebäudekomplexes beleuchtet.